Wo das Hauptabsperrventil meist sitzt
Der übliche Platz ist der Hausanschlussraum im Keller.
Hier führt das Rohr durch die Außenwand, und gleich dahinter folgen Absperrventil, Wasserzähler und oft ein Filter. In Häusern ohne Keller wandert die Anlage in einen Technikraum, einen Abstellraum oder unter die Treppe. Suchen Sie dort, wo die Leitung ins Gebäude kommt.
Ältere Gebäude halten manche Überraschung bereit. Das Ventil kann hinter einer Verkleidung, in einem Wandschrank oder in einem Schacht im Boden sitzen. Hilfreich ist der Weg des Wasserzählers: Wo der Zähler hängt, ist das Ventil nicht weit. Notieren Sie sich den Ort und hängen Sie bei Bedarf ein Schild daneben.
Woran Sie das richtige Ventil erkennen
- Am Wasserzähler lässt sich das Ventil am sichersten finden.
- Es sitzt in der Regel auf der Hausseite vor dem Zähler, manchmal auch dahinter, und besteht aus einem Handrad oder einem Hebel. Beide Bauformen sind üblich. Ein Handrad schließt durch Drehen im Uhrzeigersinn, ein Kugelhahn mit Hebel steht im offenen Zustand längs zur Leitung.
- Wichtig ist die Unterscheidung zwischen Hauptventil und Teilabsperrungen.
- Hinter dem Zähler gehen oft mehrere Leitungen ab, etwa zu Außenwasserhahn, Heizung und Steigleitungen. Jede davon kann ein eigenes Ventil tragen. Schließen Sie das Ventil, das unmittelbar am Eintritt der Leitung sitzt, denn nur dieses stoppt wirklich alles im Gebäude.
- Beschriftungen helfen, fehlen aber häufig.
- Manche Betriebe hängen Anhänger an die Ventile, andere kleben Pfeile an die Wand. Fehlt jede Kennzeichnung, prüfen Sie nach dem Schließen am Waschbecken, ob das Wasser versiegt. Läuft es weiter, haben Sie vermutlich eine Teilabsperrung erwischt und suchen das Ventil davor.
So schließen Sie das Ventil richtig
Schließen Sie das Hauptabsperrventil ruhig und ohne Gewalt. Ein Handrad drehen Sie im Uhrzeigersinn, bis es sich nicht mehr bewegen lässt. Einen Kugelhahn legen Sie quer zur Leitung. Zwingen Sie nichts, wenn es klemmt: Ein abgerissener Spindelkopf macht aus einem Notfall einen größeren Schaden und ist dann Sache des Betriebs.
Wenn sich das Ventil nicht bewegt
Ein festsitzendes Ventil ist keine Seltenheit. Armaturen, die jahrelang nicht bewegt wurden, verkalken an der Spindel und lassen sich kaum drehen. Üben Sie deshalb nicht mit Rohrzange oder Verlängerung. Brüche an der Spindel oder am Gehäuse können die Leitung beschädigen, und dann steht das Wasser erst recht im Raum.
Gibt das Hauptventil nicht nach, suchen Sie die nächste Möglichkeit. Das kann das Wohnungsventil sein, ein Eckventil am betroffenen Gerät oder bei Steigleitungen das Ventil im Schacht. Je näher am Schaden, desto kleiner der abgeschnittene Bereich. Zugleich gilt: Jede Teilabsperrung verschafft Ihnen Luft für den Anruf.
Bleibt das Wasser trotz aller Versuche im Fluss, ist der Fall ein Notfall. Rufen Sie an, nennen Sie Etage, Gebäudeart und Art des Wasseraustritts und bleiben Sie in sicherem Abstand zu Steckdosen. Bei einem Rohrbruch ist die Leistungsseite Rohrbruch der nächste Schritt. Der Betrieb kann bei festsitzenden Ventilen mit Werkzeug und Ersatzteilen arbeiten, die Laien nicht zur Verfügung stehen. Was in der Wohnung selbst zu tun ist, steht im Beitrag Wasser in der Wohnung abstellen. Läuft das Wasser im Untergeschoss, hilft Wasser im Keller weiter.
Das Wichtigste zum Hauptabsperrventil
- Das Hauptventil sitzt meist im Hausanschlussraum am Wasserzähler.
- Handrad im Uhrzeigersinn, Kugelhahn quer zur Leitung stellen.
- Nach dem Schließen am obersten Hahn prüfen, ob das Wasser versiegt.
- Festsitzende Ventile nie mit Gewalt oder Rohrzange bewegen.
- Standort einmal ansehen und notieren, bevor ein Schaden entsteht.
