Woher das Geräusch stammen kann
Ein harmloser Auslöser sitzt oft an einem Gerät. Ein Spülkasten mit defektem Füllventil rauscht leise vor sich hin, auch wenn niemand die Toilette benutzt hat. Ebenso kann ein Boiler nachheizen, ein Heizkreis nachspeisen oder ein tropfender Hahn für ein dünnes Rieseln in den Rohren sorgen.
Seltener, aber ernster ist ein Leck in einer verdeckten Leitung. Tritt Wasser unter Druck aus einer kleinen Öffnung, entsteht ein anhaltendes Zischen. Die Leitung kann hinter Putz, unter dem Estrich oder in einem Schacht liegen. Das Geräusch bleibt gleichmäßig, solange der Druck anliegt, und verstärkt sich oft nahe der Austrittsstelle. Es verschwindet meist erst, wenn die Leitung abgesperrt wird.
Auch zu hoher Wasserdruck oder Luft in der Leitung erzeugen Geräusche. Ein zu enger Querschnitt an einer verkalkten Stelle pfeift, wenn Wasser hindurchströmt. Klopfende Laute sprechen für Druckschläge, wie sie der Beitrag Klopfende Wasserleitungen beschreibt, während Rauschen eher auf strömendes Wasser hindeutet.
Eine einfache Kontrolle am Wasserzähler
Der Wasserzähler gibt die sicherste Auskunft.
Schließen Sie alle Wasserhähne, Geräte und Spülkästen, sodass im Haus kein Wasser entnommen wird. Schauen Sie dann auf den Zähler und beobachten Sie das kleine Rädchen oder den Stern. Dreht es sich weiter, fließt irgendwo Wasser, das niemand verbraucht.
Schließen Sie anschließend das Wohnungsventil und prüfen Sie erneut. Hört das Rauschen auf, liegt die Quelle hinter dem Ventil in Ihrer Wohnung. Bleibt es, kommt es aus einer anderen Leitung des Hauses. So grenzen Sie den Bereich ein, ohne die Wand zu öffnen. Wo das Ventil sitzt, erklärt der Beitrag Hauptabsperrventil finden und schließen.
Auf Begleitzeichen achten
- Suchen Sie nach Spuren von Feuchte.
- Dunkle Flecken an der Wand, abblätternde Farbe, ein muffiger Geruch oder aufgequollene Sockelleisten deuten auf ein verdecktes Leck hin. Gleiches gilt für warme Stellen an der Wand oder am Boden, die auf ein Warmwasser- oder Heizungsrohr hinweisen.
- Prüfen Sie auch die Geräte. Tropft der Boiler, läuft die Waschmaschine nach, steht Wasser im Spülkasten zu hoch? Ein Schwimmer, der klemmt, reicht für ein dauerhaftes Rauschen. Dieses Muster erklärt der Beitrag Spülkasten läuft nach ausführlicher, denn es ist die harmloseste Variante.
- Hören Sie die Wand mit einem Glas oder einem Holzstab ab, den Sie an das Ohr halten. Das Geräusch ist dort am lautesten, wo die Leitung leckt. Öffnen Sie die Wand aber nie selbst. Dabei treffen Sie leicht Stromleitungen oder weitere Rohre, und der Schaden wächst. Markieren Sie die Stelle lieber mit einem Stift, damit der Betrieb gezielt ansetzen kann und weniger Material beschädigt wird.
Wann Handeln gefragt ist
Dreht sich der Zähler ohne Verbrauch, schließen Sie die Wasserzufuhr der Wohnung oder des Hauses. Dann steigt die Gefahr eines Schadens nicht weiter, und das Geräusch hört in der Regel auf. Informieren Sie die Hausverwaltung und halten Sie Zählerstand sowie Beobachtungen schriftlich fest.
Das Wichtigste beim Rauschen
- Alle Hähne schließen und am Wasserzähler prüfen, ob er sich dreht.
- Spülkasten und Boiler zuerst als harmlose Quelle ausschließen.
- Das Wohnungsventil schließen zeigt, ob die Quelle in der Wohnung liegt.
- Wand nie selbst öffnen, Stromleitungen und Rohre liegen eng beieinander.
- Dreht sich der Zähler weiter, Zufuhr stoppen und anrufen.
