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Warmwasser

Durchlauferhitzer bleibt kalt

Ein Durchlauferhitzer erwärmt Wasser erst, wenn es durchfließt. Bleibt es kalt, liegt der Fehler an der Wassermenge, am Gerät oder an der Stromversorgung. Einige Ursachen erkennen Sie selbst, bei allem mit Strom ist dagegen die Fachkraft gefragt.

Elektrischer Durchlauferhitzer über einem Waschbecken

So erwärmt das Gerät das Wasser

Ein Durchlauferhitzer heizt nur, solange Wasser strömt.

Ein Strömungsschalter meldet dem Gerät, dass der Hahn offen ist, und schaltet dann die Heizwendel zu. Es gibt keinen Vorrat wie beim Speicher. Deshalb wirkt sich jede Störung im Wasserweg sofort auf die Temperatur aus.

Die Leistung entscheidet, wie viel Wasser warm wird. Ein Gerät schafft nur eine bestimmte Menge pro Minute auf die gewünschte Temperatur. Wer den Hahn ganz aufdreht, bekommt mehr Wasser, aber lauwarmes. Bei elektronisch geregelten Geräten drosselt das Gerät die Menge dagegen selbst, damit die eingestellte Temperatur erreicht wird.

Häufige Ursachen für kaltes Wasser

Verkalkte Bauteile sind eine naheliegende Ursache.
Hartes Leitungswasser hinterlässt Kalk an der Heizwendel, im Strömungsschalter und im Sieb am Wassereingang, und jede dieser Stellen stört die Funktion auf eigene Weise. Der Schalter bewegt sich dann nicht mehr richtig und schaltet die Heizung nicht zu, obwohl das Wasser fließt.
Zu wenig Durchfluss löst den Schalter ebenfalls nicht aus.
Ein verstopfter Perlator am Auslauf, ein halb geschlossenes Eckventil oder ein verschmutztes Sieb am Geräteeingang drosseln das Wasser unter die Einschaltschwelle. Dann bleibt das Gerät aus, auch wenn Strom anliegt, und das Wasser aus dem Hahn bleibt kalt.
Auch ein Defekt am Gerät selbst kommt vor.
Eine durchgebrannte Heizwendel, eine ausgelöste Sicherheitsabschaltung oder eine fehlende Phase in der Zuleitung lassen das Wasser kalt. Dafür gibt es Anzeichen: Das Gerät klickt nicht, und die Anzeige bleibt dunkel. Was dahintersteckt, klärt nur die Fachkraft mit Messgerät.

Was Sie ohne Risiko prüfen können

Beginnen Sie am Auslauf. Schrauben Sie den Perlator ab, spülen Sie ihn unter dem Wasserhahn aus und entfernen Sie Kalkkörner mit einer weichen Bürste. Danach setzen Sie ihn wieder auf. Läuft der Strahl jetzt kräftiger, war der Durchfluss das Problem. Einen weiteren Hinweis liefert der Beitrag Wasserdruck fällt ab.

Wann die Fachkraft ran muss

  • Bleibt das Wasser nach dem Reinigen des Perlators kalt, ist das Gerät oder seine Zuleitung am Zug. Dann prüft die Fachkraft Heizwendel, Strömungsschalter und Sicherheitsbegrenzer. Ein Gerät mit sichtbarem Wasseraustritt oder Brandgeruch bleibt ausgeschaltet; die Fachkraft sieht ihn sich an. Elektrik und Wasser im Gehäuse verlangen Abstand.

  • Beim Anruf nennen Sie Etage, Gerätetyp, die Leistungsangabe vom Typenschild und was Sie schon geprüft haben. Mit diesen Angaben lässt sich am Telefon einordnen, welcher Betrieb aus der Region für die Störung infrage kommt, etwa ob eher ein Sanitärbetrieb oder zusätzlich eine Elektrofachkraft gebraucht wird. Wie solche Fälle im Bereich Warmwasser und Boiler ablaufen, ist dort zusammengefasst, samt den Geräten, die es gibt.

  • Soll die Ursache auf Dauer verschwinden, hilft ein Blick auf die Wasserhärte. Ein Entkalken der Bauteile ist wiederkehrend nötig, wenn das Leitungswasser viel Kalk führt. Wie sich Ablagerungen beim Speichergerät verhalten, zeigt Kalk im Warmwasserspeicher. Das Prinzip gilt für Durchlauferhitzer ähnlich, nur sitzt der Kalk hier direkt an der Heizwendel und im Durchflusssensor.

Kurz zum kalten Durchlauferhitzer

  • Das Gerät heizt nur bei Durchfluss, ein Strömungsschalter steuert das.
  • Verkalkter Perlator oder Sieb drosselt das Wasser unter die Schwelle.
  • Perlator ausspülen ist erlaubt, das Gehäuse bleibt geschlossen.
  • Strom und Sicherungen am Gerät gehören der Elektrofachkraft.
  • Wasseraustritt oder Brandgeruch: Gerät aus lassen und prüfen lassen.

Erst absperren, dann anrufen.

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